Barrierefreiheit ?

Was ist Barrierefreiheit eigentlich?

Barrierefreiheit ist in aller Munde. Aber was ist Barrierefreiheit eigentlich? Hier erfahren Sie mehr über das warum und wieso.

UN-Behindertenrechtskonvention

Im Jahr 2009 hat die Bundesrepublik das „Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“, die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), ratifiziert. Das heißt, Deutschland hat sich verpflichtet, die UN-Behindertenrechtskonvention in nationales, deutsches, Recht umzusetzen. Die UN-BRK gibt Rahmenbedingungen vor, was zu beachten ist, wenn man Barrierefreiheit herstellen will.

Nach §1 soll das BGG dafür Sorge tragen, dass die Benachteiligungen behinderter Menschen beseitigt oder verhindert werden, und dass die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gewährleistet ist und eine selbstbestimmte Lebensweise ermöglicht wird. Die UN-BRK verbietet damit die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. Bezogen auf das Baurecht sind vor allem die Bundesländer in der Pflicht die UN-BRK umzusetzen und beispielsweise mit den Baugesetzen der Länder für Barrierefreiheit zu sorgen.

Grundgesetz

In Artikel 3 steht unter anderem, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Im Umkehrschluss bedeutet das streng genommen, dass immer wenn ein Mensch auf eine Barriere in der geplanten, gebauten, gestalteten Umwelt stößt, ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegt. Ist etwas so gebaut, dass es nicht von allen benutzt werden kann, wird Teilhabe verhindert und ausgegrenzt.

Behindertengleichstellungsgesetz / Bundesteilhabegesetz

Die neueste Änderung in der Barrierefreiheit ist das am 01.01.2017 in Kraft getretene Bundesteilhabegesetz (BTHG), das aber bis 2023 stufenweise noch weitere Änderungen erfahren soll. Das neue Gesetz ist bisher vor allem aus Sicht der Betroffenen und der Verbände sehr umstritten.

Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) soll das im Grundgesetz zugesicherte Benachteiligungsverbot in Artikel 3 konkreter umzusetzen. Leider gilt das BGG nur für Bundesbehörden, Einrichtungen des Bundes, und nicht für die Privatwirtschaft. Deshalb haben die Bundesländer entsprechende Gesetze erlassen.

Landesbehindertengleichstellungsgesetze L-BGG

In allen Bundesländern gibt es die Landesbehindertengleichstellungsgesetze. Insgesamt unterscheiden sich aber die Regelungen und Ausgestaltungen in den Ländern, auch und vor allem was die Regelungen zum Digitalen und dem Internet angeht. Das richtig darzustellen würden den Rahmen hier sprengen.

Im täglichen Leben

Abseits der vielen Gesetze und Regelungen bedeutet Barrierefrei sinngemäß, dass jede/r ohne fremde Hilfe, selbstbestimmt und in der allgemein üblichen Weise am täglichen Leben teilnehmen kann. Neben baulichen Einrichtungen wie Rollstuhlrampen oder Aufzügen bedeutet Barrierefreiheit aber auch, dass beispielsweise Dienstleistungen für alle erhältlich sind, Fernsehsendungen für Gehörlose untertitelt werden, bei Veranstaltungen Gebärdensprachendolmetscher anwesend sind, und noch viel mehr.

Ihr Ansprechpartner

Benötigen Sie Beratung oder Hilfe bei der Umsetzung einer Idee? 

Egal ob Sie eine Privatperson, eine Behörde oder ein Industriebetrieb sind, melden Sie sich bei mir und wir erörtern Ihre Situation und Ihre Möglichkeiten.

Themen bei denen ich Sie beraten und unterstützen kann:

– Barrierefreiheit im Verkehrsraum / öffentlichen Raum

– barrierefreie Signalanlagen

– barrierefreie bzw. barrierearme Gestaltung von historischen Ortskernen

– Barrierefreiheit im ÖPNV

– Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude

– barrierefreie Arbeitsplätze

– barrierefreie bzw. barrierearme Veranstaltungen

– Seminare zur Barrierefreiheit und Inklusion

– … und vieles mehr …